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CSU – Oans, zwoa, drei – Gsuffa!

Schon lange ist die Mass nicht mehr voll – denn das Maß ist voll! Franz-Josef, der Urvater der Christsozialen, dreht sich bereits im Grabe um, sieht er die Verfehlungen der Bierzelt-Elite auf der großen deutschen und sogar europäischen Polit-Bühne. Seehofer ist so ziemlich mit allem gescheitert, was er auf den Weg brachte. Schauen wir uns doch einmal den Katalog der Grausamkeiten an.

Angefangen hat alles vor seiner Zeit mit der Übernahme der Hypo Alpe Adria und dem Geklungel mit dem österreichischen rechten Rand namens Haider. Das Milliardendesaster zahlen… natürlich Seehofers Goldesel, die Steuerzahler und kostete mitunter den Kopf von Edmund Stoiber an der Spitze der Amigos.

Dann kam die unheilvolle Eskapade der politischen Weggefährten und Freunde, die die eigene Verwandtschaft in den Staatsdienst beriefen und Millionenbeträge kassierten. Die aufgedeckten Seilschaften erinnerten fast an ehemalige DDR-Zeiten, obwohl ja die CSU immer ein vehementer Gegner von Hilfen für die Beibehaltung des Soli war. Zudem sind sie ja auch eingeschworene Gegner des Föderalismus – insbesondere wenn es um den Ausgleich der Wirtschaftsbilanzen der einzelnen Bundesländer geht.

Auch beim Thema Stromtrasse machte Stammtischpolitik par Exelance die Runde. Die Christsozialen gaben sich als Freund hunderter Bürgerinitiativen aus und setzten ein klares Nein zu den sogenannten Monstertrassen. Was von der konsequenten Haltung in der Chefsache Seehofer blieb, ist ein Kompromiss, der den Bau der Stromtrassen zum Teil unterstützt.

Gegen alle Widerstände der CDU wollte die CSU ein klares Profil zeigen und diffamierte sogar das gesamte europäische Ausland. Eine PKW-Maut sollte es geben und selbst die Kanzlerin musste im Wahlkampf lügen, um den christlichen Junior-Partner ruhig zu halten. Was bleibt ist ein fader Nachgeschmack bei der Propaganda für die PKW-Maut, einer Bierzelt-Kampagne gegen Ausländer, die im Nachhinein nie eine Chance hatte, weil sie falsch aufgezogen war. Denn mit Bierzeltparolen erreicht man auch nur Bierzelt-Publikum. Das hat nichts mit Politik zu tun, sondern nur etwas mit billigstem Populismus. Die PKW-Maut war ein Rohrkreppierer mit Ansage.

Mit dem Scheitern des Kinderbetreuungszuschlag ist das Maß nun endgültig voll und die CSU wird wohl in Zukunft niemand mehr ernst nehmen können. Denn schließlich bescheinigten alle Fachleute der einschlägigen sozialen Institutionen den bayerischen Sturschädeln, dass ein solches Betreuungsgeld nur Migrantenkinder und Kinder Alleinerziehender von den Bildungseinrichtungen fernhält und frühkindliche Bildung für diese äußerst sensiblen Bevölkerungsschichten ausschließt. Diese Kinder werden in unser Gesellschaft in der Zukunft klar benachteiligt sein – dank des Betreuungsgeldes und dank der CSU!

Zu den jüngsten politischen Katastrophen kommen aber noch die verbalen Entgleisungen der Partei dazu. Da sagte zum Beispiel ein Beckstein als Ministerpräsident, man könne mit mehreren Mass Bier sehr wohl noch Auto fahren. Da klingt einem ein Satz in den Ohren, der da heißt: „Rechts der CSU ist kein weiterer Platz für eine Partei…“ oder „Wir richten unsere Politik an dem Willen der Bürgerinnen und Bürger Bayerns aus.“ Im Grundsatz ist letztere These schon richtig, doch ist bei der Umsetzung von Ideen und Maßnahmen nicht immer klar, welche Bürger die CSU denn genau unterstützt. In der Vergangenheit hatte man eher das Gefühl, dass die zumeist Herren in der CSU sich weitgehend selbst unterstützen.

Bei einem solchen Scherbenhaufen, der in den letzten Monaten offen zutage trat, ist es wohl an der Zeit, dass der Horst seinen Hut nimmt – alt genug wäre er ja. Es wäre ein unrühmlicher Abgang, und er käme dem von Joseph Blatter gleich, wenn man ihn nach seiner Lebensleistung mit Schand‘ und Häme aus dem Amt jagen würde. Aber bei dem politischen Stil, der in Bayern herrscht (..und nicht erst seit dem unrühmlichen Abgang Stoibers), wäre es kein Wunder, wenn sich jetzt ein Söder heimlich still und leise das Amt schnappt, um dann in den heimischen Biergärten mit markigen Sprüchen…

Ach, das kennen wir doch schon!

Ich prognostiziere den Christsozialen für die kommenden Wahlen einen zweistelligen Einbruch – sie hätten es mehr als verdient – na denn Prost!

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