DER DOBERMANN DER KANZLERIN

Die Bahn und der Flugverkehr stehen abwechselnd still und der Bürger empört sich. In den Tagesmedien, egal ob Print, Audio oder TV, wird der Protest des Verbrauchers weiter geschürt. Genau in diesem Zuge schmeißt sich die geliebte Führungspartei in die Rolle des Retters, wie auch von der bayerischen Anhangdrüse gern praktiziert, in das Mainstream-Thema und verspricht Besserung mittels eines neuen Gesetzes. Dass sich für dieses Thema das Urgestein SPD als Dobermann der Kanzlerin missbrauchen lässt ist völlig neu. Es scheint als hätten sich innerhalb der GroKo einige Damenfreundschaften entwickelt, die parteiübergreifend sogar hochheilige Bastionen zum Einsturz bringen. Wie ist es sonst zu erklären, dass das Streikrecht von der Bundesarbeitsministerin angetastet wird. Durch die Tarifeinheit soll eine weitere Zersplitterung der Gewerkschaften vermieden werden… – ja, da würde sich wohl der Willy im Grab umdrehen, wenn er so etwas hörte… Die vorBILDhafte Politik ist ein weiterer Schritt in Richtung aalglatter Bürger- und jetzt auch Gewerkschafter-Verhöhnung und zeigt, dass sich die Koalition sehr einig ist, wenn es darum geht, bürgerlichen Widerstand im Keim zu ersticken. Dass dieses Unterfangen auf einer Statistik basiert, die den hiesigen Arbeitnehmer im internationalen Vergleich als einen der streikfaulsten ansieht, interessiert da niemanden. Dieser kleine Rest der Übriggebliebenen muss auch noch ausradiert werden – „Los Hasso fass!“ – oder „Los Andrea, hau‘ dem Weselsky eine auf den Latz! – Deine Freundin Angie!“

Wer zu Beginn der GroKo erwartet hätte, dass die Sozialen die Konservativen einigermaßen im Zaum halten könnten, sieht sich immer mehr enttäuscht. Die negativen Meldungen der Gazetten gehören in erster Linie den Roten; und natürlich den höchst populistisch agierenden Tiefschwarzen, die durch ihre verbalen Höllenritte immer wieder die Bierzelte der Nation beweihräuchern im Wrestling-Kampf mit der nach Republikanern miefenden AfD. Das alles hat immer etwas mit Fischen auf der rechten Seite der Wählergunst zu tun. Aber dieses Problem hat ja auch die SPD… – aber wohl schon länger… – mit dem mittelfristigen Ergebnis, dass man sich um der Macht willen von einem linken Sozialisten den Marsch blasen lässt.

Bei all‘ dem Gebuhle um Wahlstimmen und Sympathie sollte doch die klare Linie der verschiedenen Basen im Vordergrund stehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die nach der Wahl befragte Basis der Roten dem rüden BILD-politischen Handwerk des Willy-Abkömmlings so einfach zustimmen würde… – in diesem Sinne bitte klare Kante, sonst gibt’s Verluste in zweistelliger Höhe – nämlich in Richtung grün/rosa – die ersten Rauchzeichen sind schon am östlichen Horizont zu erkennen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.