HUNDE DIE BELLEN… – BEISSEN NUR IN BAYERN! „Die Mär vom zweiten Lockdown“

Wie schnell ist es verkündet! Wie schnell werden mit einem Schlag Existenzen vernichtet! Wie schnell spielt sich manch‘ Politiker auf zum Heilsbringer, und in den Ohren schallt das Gebell noch über Wochen und Monate. Manch‘ (bayerischer) Amtsträger badet schier in unerschöpflicher Profilierungssucht und beruft eine Pressekonferenz nach der anderen ein…

Doch auch dem hartgesottenen CSU-Anhänger wird es dann irgendwann einmal zu viel. Mit maßlosen Beschränkungen und einer nicht enden wollenden Bevormundung tut sich die politische Beamtenschaft hervor und verkündet Maßnahmen über Maßnahmen mit dem Slogan, dass „nur in Bayern“ der richtige Weg in der Pandemie beschritten würde. In Bayern muss schon um 22 Uhr (bundesweit 23 Uhr) dichtgemacht werden, in Bayern müssen die Maßnahmen schärfer sein, weil man ja in Bayern wäre… Scheinbar ist es easy leicht und locker umsetzbar, Abertausende von Familien die Existenz zu rauben, während sich die gesamte Beamtenschaft über keinerlei Einbußen ärgern muss. Oder haben Sie irgendwann und irgendwo einmal gehört, dass jetzt Staatsbedienstete in Kurzarbeit wären oder auf Bezüge oder Pension verzichten. Nein, die Zeche zahlt in erster Linie die Freie Wirtschaft. Das stinkt so manchem ganz gewaltig und so verwundert es kaum, dass aus dem bayerischen Heilsbringer langsam aber sicher eine Feindfigur erwächst, der nicht mehr so ganz zu trauen ist – Wichtigtuer scheint mir voranschreitend die richtige Titulierung zu sein…

Es geht mir in meiner heutigen Kolumne in keinster Weise darum, Corona zu leugnen oder die Situation schön zu reden. Und mit Sicherheit wird uns die „Zweite Welle“ alles abverlangen. Doch höre und erlebe ich materielle Solidarität nur innerhalb der frei arbeitenden Gesellschaft, nicht aber in der staatlichen… Was sich klar heraus kristallisiert ist die Aufspaltung der Gesellschaft in mehrere Schichten: Reiche, Beamte/Pensionäre, Gutverdienende, Abrackernde und die, die durchs soziale Raster fallen. Ist die Ungerechtigkeit schon bei den Renten- und Pensionsbezügen frappierend hoch, so wird in der Krise das Zwei-Klassen-Management unweigerlich offenbar – und diese Anmerkung hat nichts mit Sozialismus zu tun, sondern beruht auf klaren Zahlen und Fakten.

Und von wegen, die Deutschen wünschten sich eine starke Hand aus Bayern… So manch‘ Kabarettist hat die Sache mit dem „bellenden Neumonarchen aus Franken/Bayern“ bereits auf den Punkt gebracht, in dem dieser in einer Satire nach der anderen als bayerisch-rumpelnder und frotzelnder Köter mit Weißwurst und Lederhose verhöhnt wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Restdeutschland einen Kanzler wünscht, der alles besser weiß, der der Anführer der schönsten und erfolgreichsten, schlausten und gescheitesten Menschen in diesem Land ist, nämlich den Bayer ist… – da geht doch z.B. einem gestandenen NRW’ler spätestens jetzt die Hutschnur hoch – so etwas kommt in den aus bayerischer Sicht „unterpriviligierten“ anderen 15 Bundesländern äußerst schlecht an…

Was unsere Gesellschaft angesichts der augenblicklichen Naturkatastrophe braucht, sind keine polternden Besserwisser, sondern Menschen/Bürger/Innen, die grundsätzlich solidarisch mit den Schwächerem umgehen, d.h. es muss zwischen den Coronafolgen für die verschiedenen Berufsstände ein Ausgleich geschaffen werden; und da darf vor den Bezügen der Beamtenschaft nicht Halt gemacht werden.

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