JETZT WIRD’S (KOMMUNAL)POLITISCH…

1993 trat ich in die SPD ein. 1999 trat ich wieder aus (Hartz IV war für mich politisch nicht tolerierbar…). 2017 trat ich wieder in die SPD ein…

Und jetzt: Nachdem mich der„Schulz-Hype“ wie ein Blitz getroffen hatte und ich darauf hoffen konnte, dass nach jahrzehntelangem Konservativ-Gewürge unter Beteiligung der Sozialdemokratie endlich Vernunft Einzug hält und die Roten Einsicht üben und sich wieder mit den Problemen und Lösungen für den einzelnen Bürger interessieren, habe ich mich dazu entschieden gesellschafts- und kommunalpolitische Verantwortung zu übernehmen.

Wie kann das aussehen? Nicht nur die„Vorbildfunktion“ vor den eigenen Kindern, nein, auch der Anspruch in meiner Heimatgemeinde an Verbesserungen der Lebensqualität zum Wohle jedes Einzelnen mitzuwirken, spornt mich kontinuierlich an und so reifte die Entscheidung mich im SPD-Ortsverband der Gemeinde Adelschlag zu engagieren.

Nach ersten Maßnahmen wie der Reaktivierung des Webauftrittes und einer ersten Publikation der POMA (SPD-Zeitung für Pietenfeld, Ochsenfeld, Möckenlohe und Adelschlag) wurde sehr schnell klar, dass unser Ortsverband dringend reorganisiert und verjüngt werden muss. Dies geschieht nun sukzessive und erste Erfolge sind sichtbar.

Die Arbeit unserer SPD-Gemeinderäte funktioniert gut und auf hohem Niveau. Unter anderem konnte ein lang geplantes Projekt, das Nahwärmenetz für Möckenlohe, in die erste Umsetzungsphase gebracht werden. Zudem brachte unser Ortsverband durch beharrliche Öffentlichkeitsarbeit einen Anschluss ans öffentliche Nahverkehrsnetz der Stadt Eichstätt ins Gespräch. Hier werden in naher Zukunft erste Weichenstellungen erfolgen.

Es kam wie es kommen musste: Anfang März diesen Jahres wurde ich bei einer einberufenen Mitgliederversammlung zum 1. Vorsitzenden des SPD-Ortsverbandes Adelschlag gewählt. Mit Blick auf die Kommunalwahlen 2020 ist dies mit Sicherheit ein logischer und guter Schritt. Doch geht es heute,schaue ich auf die gesellschaftspolitischen Strömungen unseres Landes, nicht mehr vorrangig um parteipolitisches Gehabe und Denken..Es geht viel eher darum, dass wir es schaffen, die Generationen untereinander nicht zu spalten. Hunderte, ja Tausende von Jugendlichen gehen in unserer Region freitags zum Demonstrieren;unsere Ackerböden sind mit Mikroplastik kontaminiert und gegen Glyphosat gibt es nur zweckorientierte Lippenbekenntnisse, derweil die Lobbypolitik der Mächtigen über die Hintertür weiter unsere Umwelt zerstört.

Die Liste der Verfehlungen unserer Politik und unserer Gesellschaft ist lang und wird jeden Tag länger– das Vertrauen der Bevölkerung in unser System ist zurecht auf einem erschreckend niedrigem Niveau.

In meiner Agenda geht es in erster Linie um die Wiederherstellung des Zusammenhalts unter den Generationen, um die Modernisierung und zeitgemäße Aufstellung unserer Gemeinden und um die Ernsthaftigkeit bei der Umsetzung von gemachten Versprechungen. Ob Nahwärmenetz (für Emissionsfreiheit),Pendelbusverkehr und Anrufsammeltaxi für bestimmte Gemeindeteile,durchgehende Radwege oder mehrgeschossiger Wohnbau – es geht um die Weiterentwicklung der Gemeinden im Wettbewerb mit der gesamten Region. Bei diesen Themen sind Visionen gefragt – aber auch der Schulterschluss der Parteien untereinander, um unsere Heimat lebenswert auszugestalten…

Dass es sich eine Partei wie die SPD nicht nehmen lässt, einen Bürgermeisterkandidaten für die anstehende Kommunalwahl für Adelschlag aufzustellen, ist eine Selbstverständlichkeit!

Zum Schluss eine Anmerkung:

Wer meint, das grüne Politik der Heilsbringer für unsere Zukunft sein kann, soll sich die Fragestellen, wie „Grün“ eine Politik in Baden-Württemberg eigentlich ist, wenn es darum geht, die Macht und die Lobbyisten unter einen Hut zu bringen.., und wie „Grün“ eigentlich eine Politik sein kann, wenn sie Entscheidungen zu fällen hat, die eventuell mit Sozialverträglichkeit gar nichts mehr zu tun hat…

4 comments on JETZT WIRD’S (KOMMUNAL)POLITISCH…

    1. Mich inspiriert die Freude an den Menschen… – an jedem Einzelnen.
      Mich inspiriert die Verantwortung, meinen Kindern eine „lebenswerte“ Welt zu übergeben. Und da gehört schließlich alles dazu. Soziales Miteinander, Nachhaltigkeit in der Verwendung von Ressourcen und absoluter Umweltschutz (Bewahrung der Schöpfung).
      Mich inspiriert die bedingungslose Jesus-Liebe und die Verbundenheit zu seinen Worten und sein Handeln. „Wer mich erkannt hat, der darf nicht von mir lassen…“

      Das Wahrnehmen kommunalpolitischer Verantwortung ist eine logischer Schritt für mein Leben und ich bereue es keinen Tag, mich für unsere Sozialdemokratie zu engagieren.

  1. „Mich inspiriert die Verantwortung, meinen Kindern eine „lebenswerte“ Welt zu übergeben“

    Haben sie ihre Kinder mal gefragt, was sich für sie für Lebenswert anfühlt und was sie begeistert?
    Wofür sie brennen und wohin ihre Fantasie über eine mögliche Zukunft sie hinführt?

    Solange unsere Kinder in Schulen dazu „erzogen“ werden, still zu sitzen um zu lernen wie die WIRTSCHAFT und NICHT der NATURSCHUTZ funktioniert und umgesetzt wird,
    Können sie nur gegen Windmühlen unserer groß und Urgroßväter ankämpfen…

    Ihr Ansatz ist gut aber sehr wage und schwammig!
    Fals ich richtig gelesen habe sind sie SPD ler…
    Sie sind eine Ehe mit dem gegenwärtigen regierenden eingegangen….
    Wiso sollte man ihnen glaube schenken?

    1. Hallo Bianca, mit großem Interesse habe ich Ihren Kommentar gelesen und möchte mich erst einmal dafür bedanken. Ja, Sie haben recht! Die SPD, und glauben Sie mir ich bin nicht die SPD, sondern nur ein einfaches Mitglied, macht mit der Union eine gemeinsame Politik die ich nicht befürworte… Mir wäre es lieber gewesen, wir wäre nach der letzten Wahl in die Opposition gegangen. Man kann aber andererseits nicht aus einer Vereinigung austreten, nur weil man nicht einer Meinung ist.
      Was meinen Ansatz betrifft, so möchte ich Ihnen sagen, dass ich z.B. meine Tochter bei ihrem Fridays-for-future-Engagement sowohl mobil als auch mental unterstütze. Die angebotenen Konzepte der Regierung den Klimaschutz betreffend finde ich beschämend und es gibt nicht wenige in meiner Fraktion, die mich eher als Grünen sehen… Manchmal, und das meine ich vollkommen ernst, schäme ich mich sogar für die Mutlosigkeit meiner Partei… – und komme zuweilen stark ins Grübeln!
      Liebe Bianca, ich kandidiere in unserer Ortschaft Adelschlag als Bürgermeister und möchte da in punkto Nachhaltigkeit etwas verändern. Vor allem liegen mir die Themen emissionsfreie oder -arme Energie (Photovoltaik, Windkraft, Biomasse, kalte Nahwärme, Geothermie), Betreutes Wohnen (..damit unsere Senioren nicht aus ihrem gewohnten Umfeld weg müssen /Entsorgung der Alten??), Ausbau des ÖPNV und ökonomische Waldwirtschaft sehr am Herzen… Hier kann ich etwas verändern, wenn mich die Bürgerinnen und Bürger wählen.
      Ich möchte Ihnen nur eines mit auf den Weg geben: Es ist bestimmt nicht einfach einem „wildfremden“ Menschen wie mir eine Kritik zukommen zu lassen, aber es ist der einzige Weg, der eine Veränderung ermöglicht. Deshalb bin ich Ihnen sehr dankbar für Ihren Kommentar.
      Ein Gedicht als Gruß:

      Der Stundenklau

      24 Stunden sind ein Tag,
      das wissen viele.
      Ein Unglück!

      24 Stunden sind ein Tag,
      das weiß ich.
      Zeit zu verschenken!

      8 Stunden Schlaf
      9 Stunden Arbeit
      3 Stunden Kinder
      2 Stunden Freunde
      1 Stunde Garten
      1 Stunde Haus

      Die 24 Stunden sind weg,
      keine Zeit für Partner, Glauben oder Eltern,
      für mich selbst bleibt nichts.

      Da frage ich mich,
      wo kommt die Zeit her,
      die andere haben,
      wo wird gespart,
      wer kommt zu kurz?

      Her mit einem neuen Plan!

      8 Stunden Schlaf,
      der Rest für die Liebe!
      Der Tag ist gerettet!

      Ich wünschen Ihnen eine schöne Woche..

      Bernd Bredendiek

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