VOLKSPARTEI WAR GESTERN!

Bei der einen Partei bringt das Entfachen von blanker Angst Wählerstimmen, bei der anderen ist es das Einstehen für die Bewahrung des sozialen Friedens. Eine weitere Oppositionskraft besticht durch blanke Vernunft… – und die Volksparteien von einst, die sich noch immer in Machterhalt und politischer Dekadenz den gesellschaftlichen Veränderungen entziehen und höhnisch auf die eigene Bevölkerung schauen…? Die hecheln mit einigen Rennsekunden Abstand den Wahlgewinnern hinterher, verkünden zum Teil auch rechte Parolen und versprechen für die nächste Wahl Steuergeschenke, damit man die „Abtrünnigen“ wieder ins gemachte Nest holen kann, die so hoppla-hopp auf den falschen Zügen unterwegs gewesen wären…

Doch der Schnitt in der Gesellschaft ist weitaus tiefer, als es sich die „Unantastbaren“ je vorstellen hätten können. Die selbstverliebte Politik und die Selbstherrlichkeit Einzelner erzürnt den einzelnen Wähler, der sich vor schier unlösbaren Aufgaben sieht. Schließlich reden wir in unserem Land über Kinderarmut (jedes 3. – 4. Kind ist Hartz-IV-abhängig…) und bezahlbarem Wohnraum (zum ersten Mal seit Jahrzehnten ziehen wieder mehr Menschen aufs Land als in die Stadt). Letzteres ist ein klares Signal dafür, dass die Notlage der Bevölkerung durch dubiose Geschäftemacher ausgenutzt wird, um die Wohnungssuchenden zu erpressen… – das alles natürlich unterstützt durch die lobby-gesteuerte Politik, die wir in den letzten Legislaturperioden gewählt hatten. Allen voran die Obersünderin, die sich gerne mit dem Titel der Barmherzigen brüstet, im Hintergrund aber rein-konservative Klientel-Politik betreibt…

Das Abrutschen der Volksparteien auf 20-Prozent-Niveau ist nicht nur ein Trend, sondern die pure Wahrheit. Gefährlich an dieser Tatsache ist jedoch, dass 60 % der Wählerstimmen in zum Teil demokratiegefährdende Strukturen einläuft. Diese wieder gefährden unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und setzen unsere demokratischen Errungenschaften leichtfertig aufs Spiel. Wer jetzt gefordert ist…, keine Ahnung – ähnlich wenig Ahnung wie bei den Politikern da oben, die uns mit Gleichgültigkeit und Abgehobenheit immer weiter in die Armut treiben. Die Perspektivlosigkeit vieler Gesellschaftsgruppen fördert in zunehmenden Maße eine Haltung, die dem Zusammenhalt in unserem Lande nicht zuträglich sein kann.

Der Gipfel der Unverschämtheit ist dann erreicht, wenn unsere First Lady mehrmals Einschätzungs- und Beurteilungsfehler bei der Bewältigung, etwa der Flüchtlingkrise, einräumt, aber keinerlei Konsequenzen daraus zieht… Ich dachte immer, dass ein Politiker bei Fehlverhalten oder gravierenden Fehlentscheidungen zurückzutreten hat – nein, nicht bei dieser Person. Angela Merkel klammert sich an die Macht wie ein Schimpansenbaby an die Brust der Mutter (die Mutter könnte in dem Fall Helmut Kohl sein / nur als bildlich-politische Vorstellung / als Karikatur, versteht sich…). Diese dekadente Machtversessenheit erzeugt in mir einen gewissen Ekel und schon sehe ich mich dazu gezwungen, mein Kreuz bei der nächsten Wahl ganz woanders zu machen – aber doch wohl nicht aus Protest.

Ständig ist von Protestwählern die Rede, als ob die Öffentlich-Rechtlichen als Handlanger der etablierten Parteien dienten… Nein, das Kreuz bei den Linken, Grünen, AfD und FDP hat nichts mit Protest zu tun, sondern mit Realität. Es ist eine klare Abstrafung für die begangenen Fehler, es ist eine klare Aufforderung zu einer neuen Politik. Diese Politik soll aber nicht von den alten Kräften, den sogenannten Volksparteien, umgesetzt werden, sondern von eben neuen Kräften… – ich denke, die neue Verbindung der Vernunft könnte völlig neue Farbenspiele aufweisen – in Berlin wird augenblicklich eine Konstellation zum Tragen kommen, die unter ganz besonderer Beobachtung steht. Dass die Alternative für unser Land keine ist, dass muss die Diskussion unserer Gesellschaft in den nächsten Jahren herausarbeiten. Hoffentlich bleibt die AfD nur eine Zeiterscheinung wie zum Beispiel die Reps zu Zeiten von Schönhuber – denn in Wirklichkeit möchte doch niemand einen Rückschritt bis hin zur „Frau hinter den Herd“, oder eine Familie – ein Nachname, oder oder oder…

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