WELCHE GEMEINSAMEN WERTE? (Die Welt des Donald-von-Münchhausen…)

Freundschaft hält nicht ewig und auch die Dankbarkeit unterliegt einem natürlichen Verfallsdatum. Wenn das abgelaufen ist, fängt der eine Partner an zu verlieren, während der andere immer mehr gewinnt. So etwas ist keine Partnerschaft und erst recht keine Freundschaft… Das ständige Betonen der gemeinsamen Werte in unserer Beziehung zu den USA geht langsam zu weit. Wir erleben im Augenblick eine Wahrheit, die schon in der Vergangenheit immer offenbarer wurde. Die Nordamerikaner sehen keine Vorteile mehr in der Zusammenarbeit mit Europa und wollen den „kleinen Partner“ immer stärker be- und ausnutzen. Gleichzeitig erheben sie die offensichtliche Lüge zur sogenannten „alternativen Wahrheit“… Das ist der Beginn einer Kultur, die wir nicht teilen wollen und gegen die wir uns wehren müssen. Die USA hat aufgrund ihrer wirtschafts- und vor allem bildungspolitischen Versäumnisse den Mob mit an die Hebel der Regierung gelassen. Dieser Mob kennt keine Nachhaltigkeit, sondern nur den 100%igen Egoismus. Dieser wird in der narzisstisch geprägten Person Trump nur allzu deutlich. Dass der Trump-Wähler dabei total ver- und gearscht wird ist dem völlig schnuppe. So weit kann dieser nämlich gar nicht denken und glaubt einfach die „alternativen Fakten“, die ihm vom amerikanischen Münchhausen via Twitter aufgetischt werden. Das Konzept des neuen Despoten geht auf und Amerika steuert dem gesellschaftspolitischen Sinkflug entgegen. Der Mob hat sich mittels Trump erhoben und regiert – das Establishment schaut aus Angst vor einem Bürgerkrieg zu und hofft wohl darauf, dass ein Herzinfarkt das Präsidenten-Problem von allein lösen wird – wollten die Republikaner doch nur an die Macht, egal wie…

Das Merkel-Team rund um Altmaier und Schäuble hat noch nicht begriffen, dass Deutschland und Europa vor diesen Amerikanern keine Angst zu haben braucht. Denn wer macht schon gerne mit dem Mob Geschäfte… Leider wird aber die Union von den Wirtschaftslobbyisten gesteuert, die um jeden Preis weiter an der lukrativen Zusammenarbeit mit der USA festhalten wollen – je größer auch die Beleidigungen und Demütigungen sein mögen. Doch genau an dieser Stelle beginnt der Stolz der Deutschen und der Europäer – eben nicht um jeden Preis. Es kann für uns nicht darum gehen, aufzuatmen, nur weil die USA uns weiter Militärhilfe gegen die angeblich so bösen Russen leistet. Es ist doch augenscheinlich so, dass Europa die Folgen der amerikanischen Nahost-Politik stellvertretend ausbadet. Vielmehr sollte man dazu übergehen und die USA an den Kosten für die Flüchtlingsaufnahme beteiligen oder gleich in Rechnung stellen, bevor dass man sich zur Erhöhung der Rüstungsausgaben erpressen lässt. Am besten wäre es, wenn Europa einige Luxuskreuzer mit zigtausenden von Syrern und Afghanen befüllt und über den großen Teich schickt (natürlich bei bester Versorgung und Unterbringung / und im Notfall auch wieder zurücknimmt…).

Die unterwürfige Rhetorik unserer Regierung gegenüber Trump ist widerlich und abstoßend. Einem Lügenbaron muss man den Spiegel vorhalten und sich offensiv von ihm distanzieren. Außer Drohungen und Falschaussagen, hoffnungslos überzogenen Unwahrheiten und reinem Populismus, hat doch dieser senile und vor allem einsame Psychopath eh‘ nichts zu bieten. Ein Wahnsinn, dass ausgerechnet der Chef der CSU ihn zu bewundern scheint…

Warum lädt überhaupt die Welt diesen „Donald von Münchhausen“ zu irgendwelchen Staatsbesuchen ein. Die einzige Einladung, die ich diesem Herren zukommen lassen würde, wäre ein Auftritt für den Comedy-Nachwuchspreis – Trumps Chancen aufs Treppchen zu kommen wären äußerst gut. Nur, ob ihm ein zweiter oder dritter Preis reicht, das bleibt abzuwarten… In den USA würde er aber behaupten, er wäre Erster geworden – alternative Fakten eben!

Selbstbewusstsein gegenüber dem großen Freund von einst ist von unserer derzeitigen Regierung nicht zu erwarten. Zu groß scheinen die Abhängigkeiten und zu klein der Mut zum Widerstand, oder zu einer eigenen und klaren Linie. Veränderungen tun immer weh – das Verlassen der Komfortzone für uns Deutsche immer mit Schmerzen verbunden. Wer einmal die Komfortzone, eben das Protektorat der USA, verlassen hat, den erwartet erst Spaß und dann unglaublich viel Gegenwind. Gerne lässt man sich dann wieder auf die Couch fallen und kehrt zurück in die Komfortzone. Doch wer nach dem großen Schmerz weitermacht und den Amerikaner die Stirn bietet, indem er eigenständige und selbstbewusste Politik macht, für seine Werte einsteht und andere von seinem Weg begeistert, der erntet nicht nur Beifall, sondern erfährt den ganz großen Riesenspaß! Und genau darum muss es gehen. Ich persönlich habe keine Lust, mich einem Land zu unterwerfen, dass außer dem digitalen Dreck aus Silicon-Valley kaum etwas zu bieten hat und überall auf der Welt durch seine Geheimdienst willkürlich Kriege anzettelt. Für mich sind die Amerikaner schon lange keine Vorbilder mehr – ich brauche kein Facebook, kein Twitter, kein Linked-It, kein Ebay – vielleicht aber ein bisschen Google (obwohl das die Europäer bestimmt auch könnten…). Und einen Cadillac möchte ich auch nicht fahren, keine Erdnussbutter essen und wohl auch keinen genmanipulierten Mais. Pfeiff‘ auf die Amis – die sollen sich mit ihrem neuen „Donald-von-Münchhausen“ allein rumschlagen; sie haben vier Jahre Zeit dazu. Und so wie ich die Idioten über dem Atlantik einschätze, wählen sie die „alternativen Fakten“ auch ein zweites Mal und lassen sich nochmal verarschen… – und in acht Jahren wird dann Steve Bannon im Alter von 71 Jahren Präsident… Ab diesem Zeitpunkt dann gibt es eine völlig andere Allianz auf der Welt – eine Allianz gegen die USA??

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